BMWi und BNetzA

50 MHz:

17.02.2016

Bundesnetzagentur Mitteilung Nr. 34 / 2016 (PDF)
Amateurfunkdienst;
Nutzung des Frequenzbereichs 50,03 – 51 MHz

Neuer Bandplan ab 12/2014

19.12.2014

Quelle: DARC-Homepage
 

Versuchsweise alle Sendearten, Bereich um 50 kHz erweitert

11.11.2014

RTA zu Regelungen in 50-MHz- und 70-MHz-Bereich
Redaktion 11.11.14
Im Sinne einer möglichst frühzeitigen Veröffentlichung von möglichen Nutzungserweiterungen im 6-m-Band und der versuchsweisen Nutzung des 4-m-Bandes in den Sommermonaten 2015 hat der Runde Tisch Amateurfunk (RTA) ein Schreiben an die BNetzA gesandt. Im Vorfeld bereits wurden Gespräche mit dem Primärnutzer geführt, der seine Zustimmung erklärte.
Hintergrund für den Bereich 50 MHz: Mit dem 31. Dezember 2014 läuft die in der Mitteilung Nr. 96/2014 erfolgte Verlängerung der in der Mitteilung Nr. 152/2013 festgelegten Änderungen der Nutzungsbestimmungen für das 50-MHz-Band aus. Diese wurden in der Verfügung. 36/2006, geändert mit Verfügung 69/2007, Amtsblatt 24/2007 veröffentlicht. Mit dem Primärnutzer wurde folgende Einigung für die weitere Nutzung des 50-MHz-Bandes erzielt: Alle Sendearten, max. Bandbreite 12 kHz, max. Sendeleistung 25 W PEP, horizontale Antennenpolarisation, Frequenzbereich 50,030 bis 51 MHz, keine Beschränkung der Nutzerzahl. Im Gespräch wurde vom DARC die Frage eingebracht, ob weiterhin eine Notwendigkeit zur Abgabe einer Betriebsmeldung besteht, da bekannt ist, dass seit Beginn der Nutzung eines 50-MHz-Bereichs durch den Amateurfunkdienst keine Störmeldungen und entsprechende Rückfragen seitens der Bundeswehr bei der BNetzA erfolgten. Zur Frage der Notwendigkeit einer Betriebsmeldung verwies das BMVg an die BNetzA. Im 70-MHz-Bereich war die zeitbefristete Genehmigung zur Nutzung des Segments 70,0 bis 70,03 MHz gemäß Mitteilung Nr. 502/2014 ist am 31. August 2014 ausgelaufen. Bei einer Besprechung mit dem Primärnutzer äußerten sich die Gesprächspartner dahingehend, dass ggf. wieder eine zeitlich befristete Zustimmung des BMVg für 2015 gegeben werden kann. Der RTA beantragt mit seinem Schreiben eine erneute Genehmigung in Anlehnung an diejenige des 50-MHz-Bereiches: Alle Sendearten, max. 12 kHz Bandbreite, max. Sendeleistung 25 W PEP, horizontale Antennenpolarisation, Frequenzbereich: 50-kHz-Segment nahe 70,1 MHz bzw. nahe 70,2 MHz.
Quelle:  DARC-Homepage
 

22.05.13

Hier der genaue Wortlaut der BNetzA-Mitteilung

Zunächst bis zum 31. Dezember 2013 dürfen Genehmigungsinhaber der Klasse A alle Sendearten mit einer Bandbreite bis 12 kHz im 6-m-Band von 50,030 bis 51 MHz nutzen. Sollten keine Störungen der bevorrechtigten militärischen Nutzungen in diesem Frequenzbereich auftreten, könnten diese Änderungen gegebenenfalls dauerhaft durch Amtsblattverfügung erlassen werden. In einem Schreiben an den „Runden Tisch Amateurfunk“ teilte das Bundeswirtschaftsministerium (Abteilung VIA5) mit, dass dem entsprechenden RTA-Antrag zur Verbesserung der in der Verfügung 36/2006 festgelegten Nutzungsmöglichkeiten im 50-MHz-Band vom Primären Nutzer (Ministerium für Verteidigung) versuchsweise zugestimmt wurde. In der jetzt erfolgten Amtsblattmitteilung 152/2013 der BNetzA wurden die Details bekanntgegeben.  

Die Veränderungen sind vom DARC-Referenten für Frequenzmanagement Ulrich Müller, DK4VW, in informellen Gesprächen mit Mitarbeitern des militärischen Frequenzmanagements (NARFA Germany) und des Ministeriums für Verteidigung (BMVg) vorbereitet und dann vom RTA beantragt worden. Sie waren auch Thema eines Gesprächs im Juli vergangenen Jahres, zu dem der DARC die Bundeswehr in seine Geschäftsstelle eingeladen hatte. Eine Duldung zu einem zeitbefristeten Zugang eines 200-kHz-Frequenzbereichs bei 70 MHz war vom BMVg ebenfalls ausgesprochen worden, leider sah sich die BNetzA nicht im Stande dies in Bezug auf Artikel 4.4 der ITU Radio Regulation ebenfalls umzusetzen. Der RTA wird sich weiterhin bemühen zumindest die Duldung eines kleineren Frequenzsegments oberhalb 70 MHz zu erreichen.

In den ITU Radio Regulation (VO Funk) gibt es für die Region 1 im 4-m- und 6-m-Band keine Zuweisung von Frequenzen an den Amateurfunkdienst. Ein daraus abzuleitender Anspruch auf Frequenzen auf Grund internationaler Verträge besteht also nicht. In der „European Common Allocation Table“ der CEPT wird der Amateurfunk als Nutzer bei 50 MHz aufgeführt, für 70 MHz bisher nur mit einer Fußnote. Jeder Verwaltung wird jedoch freigestellt auf Grund des Artikels 4.4 der ITU Radio Regulation auch Frequenzzuteilungen für Dienste zu machen (bei Berücksichtigung der regulären Nutzungen im benachbarten Ausland), die nicht für diesen Frequenzbereich in der ITU-Frequenztabelle nach Artikel 5 enthalten sind.

Sämtliche jetzigen Nutzungen mit sekundärem Status durch europäische Funkamateure in diesen beiden Bändern beruhen auf eine den Funkamateuren entgegenkommende nationale Regelung, die die Anforderungen der nationalen Primären Nutzer berücksichtigen muss. Deshalb unterscheiden sich die Nutzungsbestimmungen für den Amateurfunkdienst national deutlich in Frequenzumfang, Leistung und anderen Auflagen.

In den Bändern, in denen der Amateurfunkdienst nur mit sekundären Status zugelassen ist, muss der einzelne Funkamateur seinen Betrieb immer so einrichten, dass der Primäre Nutzer diese Bänder ohne jede Störungen nutzen kann. In der Praxis bedeutet dies, dass der Funkamateur nicht auf (oder nahe) einer vom Primären Nutzer belegten Frequenz senden darf; sollte der Primäre Nutzer erst nach Belegung der Frequenz durch den Funkamateur neu auf die Frequenz kommen, dann muss der Funkamateur die Frequenz sofort räumen. Dies gilt auch in den anderen Amateurfunk-Bändern mit sekundärem Status: 160-m-Band von 1850 bis 2000 kHz, dem 30-m-Band von 10,1 bis 10,15 MHz und den vielen GHz-Bereichen. Aber auch dort, wo der Amateurfunkdienst co-primären Status hat, nämlich im 80-m-Band, sollten Funkamateure berücksichtigen, dass Stationen des primären Nutzers nicht flexibel in der Frequenzwahl sind, sondern eine feste zugeteilte Frequenz benutzen müssen. Darüber berichtet Ulrich Müller, DK4VW.

 

Quelle: DARC-Homepage